Die Vereinsgeschichte des Kendovereines Düsseldorf

Die vorbildliche Trainingsarbeit der Herren Ishihara, Dr. Goto und Kaneda in Nordrhein-Westfalen, veranlaßte am 10. Juli 1979 neun Kendosportler in Düsseldorf dazu, einen Verein zu gründen und Kendo als Wettkampfsport zu betreiben.

Seit seiner Gründung hatte der Verein bis 1986 mit Günter Schilling einen Geschäftsführer und Trainer, der in den Aufbaujahren der Entwicklung der Gemeinschaft entscheidende Impulse verlieh und den Grundstock zu einer soliden Vereinstätigkeit legte.

Der Verein zählt heute mit fast 75 Mitgliedern zu den größten Kendogruppierungen der Republik. Sein Einzugsbereich erstreckt sich von Kevelaer bis Langenfeld und von Herongen bis Gelsenkirchen.

Die in Düsseldorf existierende größte japanische Gemeinde Europas bescherte und beschert dem Kendo Verein Düsseldorf das Glück, ausgezeichnete japanische Kendoka zu Mitgliedern zu haben, die gerade in den Anfangsjahren auch als Trainer fungierten. Beispielhaft seien hier genannt: Yorihiko Maeno (5. Dan), Yoshiyuki Haga (5. Dan), Masami Kozasa (4. Dan), Yoshinobu Sekiguchi (4. Dan) und Keizo Fujii (4. Dan).

Mit dem in Berlin ausgebildeten Kendoka Henning Bier (6. Dan) erhielt der Verein Anfang der achtziger Jahre einen international anerkannten und erfahrenen Trainer. Er erkämpfte sich 1981 den Titel des Europameisters, war Mitglied der deutschen Mannschaft bei den Weltmeisterschaften in Sao Paulo, Brasilien, wurde 1983 Deutscher Meister und war über Jahre ständiges Mitglied der Nationalmannschaft, mit der er 1983 und l986 Europameister wurde.

Der Trainingsarbeit und der Leistungsstärke einzelner Mitglieder verdankt der Verein sein inzwischen nationales Renommee. Seit über zehn Jahren sind Kendojin aus Düsseldorf regelmäßig Mitglieder der NRW-Vertretung bei deutschen Meisterschaften. Sie belegten mehrfach den dritten oder zweiten Platz und wurden l990, 1994 und 1998 Deutscher Mannschaftsmeister.

Mehrfach gelang es bisher den Düsseldorfer Sportlern, die Mannschaftsmeisterschaft auf Landesebene für sich zu entscheiden.
Mit Thomas Zander stellten sie bislang fünfmal den nordrhein-westfälschen Einzelmeister. Diese und andere Turniererfolge und die Kontinuität im Training machen es verständlich, dass der Verein inzwischen über eine größere Zahl von Danträgern verfügt und somit auch über ein solides Fundament zur Weiterentwicklung.

Als Höhepunkt ist der jährliche Besuch des Bundestrainers zu werten. Bei seinem mehrwöchigen Aufenthalt in Nordrhein-Westfalen ist er regelmäßig auch zu Gast im Düsseldorfer Verein. Er gibt den Sportlern die Gelegenheit, den aktuellen Stand der Sportentwicklung im direkten Dialog zu erfahren.

Dem Engagement verschiedener Mitglieder verdankt der Verein wertvolle Impulse. Christiane Arnolds übernahm vor Jahren bereits ehrenamtliche Tätigkeiten zur Förderung der weiblichen Kendojin auf Bundesebene. Charly Neumüller stiftete einen Pokal als Trophäe für den Sieger der jährlichen Vereinsmeisterschaft. “Schinken-Toni” Grzabka stiftete jährlich einen Schinken für den Teilnehmer, der den weitesten Anfahrtsweg zum Dr.-Goto-Turnier hat.

Nur durch die intensive Mitarbeit der Mitglieder ist es möglich, seit 1980 alljährlich im Herbst das inzwischen fast dreitägige Dr.-Goto-Turnier in Düsseldorf zu organisieren. Dieses hat sich im Lauf der Jahre mit bis zu 150 Teilnehmern zum größten Nachwuchsturnier in Deutschland entwickelt.